Das war die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Eichplatz

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Gut gefüllter Volkshaus Saal

Gestern fand nach – etwa anderthalb Jahre nach der Abstimmung zur Eichplatzbebauung – die erste Auftaktveranstaltung für die Neuplanung des Bebauungsprozesses statt. Die Veranstaltung war dabei öffentlich und wurde durch die Leipziger Firma Stadtlabor moderiert. Etwa 160 Bürger fanden sich im Volkshaus ein, das an diesem Abend mit runden Tischen für jeweils etwa 8 bis 9 Personen ausgestattet war. Neben vielen bekannten Gesichtern aus dem Kreis der Bürgerinitativen waren erfreulicherweise auch einige Stadträte, der Oberbügermeister und der Stadtarchitekt unter den Teilnehmern.

Die Veranstaltung war zweigeteilt, in der ersten Stunde gab es eine Informationsrunde mit dem Oberbürgermeister, dem Stadtentwicklungsdezernenten und Frau Haschke vom Bürgerarbeitskreis. Danach folgt die eigentliche Bürgerbeteiligung (über anderthalb Stunden) in Form von zwei Arbeitsrunden, bei denen jeweils an den Tischen zwei Fragen bearbeitet werden konnten.

Die erste Frage galt  dabei eher der Motivation der Teilnahme und der Wertigkeit des Platzes, bei der zweiten Frage sollten konkret gewünschte Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet werden. An jeden Tisch gab es einen (frei gewählten) Moderator, der die Ergebnisse vortrug und auf Papier fest hielt. Dazu wurden auch durch Stadtlabor Aufzeichnungen von den Wortmeldungen angefertigt.

Die Ergebnisse dieses ersten Workshops sollen unter https://blog.jena.de veröffentlich werden. Das kann allerdings noch einige Tage dauern.

Mein persönlicher Eindruck von der Veranstaltung war prinzipiell positiv, allerdings fand ich den Einleitungsteil mit einer Stunde zu lang. Man hätte an diesem Abend auch noch ein oder zwei Fragen mehr bearbeiten können, wenn man die Einleitung mehr gestrafft hätte. Allerdings waren erfreulicherweise auch viele neue Gesichter im Saal, die bisher weniger von den Plänen mitbekommen haben und für die eine so lange Einleitung eventuell interessanter war als für mich.

Die Ergebnisse und Wortmeldungen in der Veranstaltung waren auch bisher weitgehend bekannt und spiegeln die Vorstellungen der Bürger wieder, die bisher bereits an vielen Stellen zum Eichplatz geäußert wurden. So gab es ein großes Bedürfnis nach Freiraum und auch den Wunsch nach etwas Besonderem. Größerer Einzelhandel wurde dagegen fast durchgehend abgelehnt oder nicht als Ziel formuliert.

Allerdings – und daher kann ich auch noch kein wirkliche Fazit für den Prozess geben – war es nie ein Problem die Meinung der Bürger zum Eichplatz zu bekommen sondern schwierig wurde es immer erst dann wenn die Meinung auch Eingang in die Pläne zur Bebauung finden sollte. Ob das diesmal besser klappen wird müssen erst die nächsten Veranstaltungen zeigen, Anfang 2016 kann man dann eher sagen wie positiv oder negativ die erste Planungsphase gelaufen ist.

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