Corona-Tagebuch 30.03.2020 – Darf man schon von Entspannung reden?
30 Mrz 2020

Corona-Tagebuch 30.03.2020 – Darf man schon von Entspannung reden?

30 Mrz 2020

Heute lagen die Fallzahlen in Jena bei 117 Infizierten. Die Stadt stellt nun auch eine Visualisierung zur Verfügung und darauf kann man recht gut sehen, dass die Kurve leicht flacher wird. Das ist wohl noch kein Zeichen zur Entwarnung, aber zumindest scheint das Worst-Case Szenarion mit einem ungebremsten expotentiellen Wachstum der Infiziertenzahlen nicht einzutreffen.

Die Corona-Zahlen für Jena als Grafik der Stadtverwaltung:

Noch etwas macht Hoffnung: Die Zahl von Todesfällen liegt nach wie vor bei einem Fall. Das ist tragisch genug, aber bestätigt, dass auch in Jena die eher niedrige Sterberate zu finden ist, die in ganz Deutschland derzeit der Durchschnitt ist. Auf 100 Fälle von Corona Infizierten gibt es weniger als einen Todesfall. Das ist im internationalen Vergleich ein sehr niedriger Wert. Der internationale Durchschnitt liegt bei fast 5 Prozent und in Italien liegt die Sterblichkeit bei über 10 Prozent. Geht man davon aus, dass in Deutschland möglicherweise noch nicht alle Corona Fälle wirklich erfasst sind, könnte die Sterblichkeitsrate sogar noch niedriger liegen. Es gibt einige Gründe, warum wir in Deutschland bisher so erfreulich wenige Todesfälle haben, aber eine komplette Erklärung dafür scheint es noch nicht zu geben.

Entspannung gibt es auch beim Nahverkehr. Die Busse und Bahnen sollen auf einige Strecken wieder häufiger fahren, offensichtlich hat sich auch die Personalsituation beim Jenaer Nahverkehr entspannt. Dort schreibt man zu den Plänen ab 1. April:

Vorgesehen ist eine weitere Verstärkung der Straßenbahn-Linie 1 und der Bus-Linie 10. Zusätzlich fährt die Straßenbahn-Linie 3 in einem 30-Minuten-Takt. Bereits mit Beginn des Sonderfahrplans erhöhte der Jenaer Nahverkehr umgehend auf der stark nachgefragten Straßenbahn-Linie 1 den Takt von 30 Minuten auf 15 Minuten. Die erneute Anpassung auf den Hauptachsen dient dem Gesundheitsschutz der Fahrgäste. Durch zusätzlichen Platz können sie leichter Abstand voneinander halten. Zusätzlich wird das Klinikum deutlich häufiger bedient.

Ich werde morgen testen, wie gefüllt die Regionalbahn ist, nachdem auch die Bahn einige Züge gestrichen hat und hoffe, dass dennoch genug Platz bleibt um sicheren Abstand zu halten.

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